Neurologische Belege dafür, dass linguistische Prozesse der perzeptuellen Simulation bei der begrifflichen Verarbeitung vorausgehen

Nuri Djavit

Aktualisiert am

17.10.2012

Neurologische Belege dafür, dass linguistische Prozesse der perzeptuellen Simulation bei der begrifflichen Verarbeitung vorausgehen

Nuri Djavit

Aktualisiert am

17.10.2012

Neurologische Belege dafür, dass linguistische Prozesse der perzeptuellen Simulation bei der begrifflichen Verarbeitung vorausgehen

Nuri Djavit

Aktualisiert am

17.10.2012

Max Louwerse und Sterling Hutchinson. Department of Psychology, Institute for Intelligent Systems, University of Memphis, Memphis, TN, USA.

Abstract

Es gibt immer mehr Belege aus Reaktionszeit-Experimenten, dass sowohl Sprachstatistiken als auch perzeptuelle Simulationen eine Rolle bei der begrifflichen Verarbeitung spielen. In einem EEG-Experiment haben wir die neuronale Aktivität in kortikalen Regionen verglichen, die üblicherweise mit linguistischer Verarbeitung und visueller perzeptueller Verarbeitung in Verbindung gebracht werden, um festzustellen, inwieweit symbolische und verkörperte (embodied) Ansätze der Kognition zutreffen. Die Teilnehmer wurden gebeten, die semantische Beziehung von Wortpaaren (z. B. Himmel – Erde) oder ihre ikonische Beziehung (d. h. ob die Präsentation des Paares ihrer erwarteten physischen Beziehung entsprach) zu bestimmen. Es zeigte sich eine linguistische Tendenz zur semantischen Beurteilungsaufgabe und eine perzeptuelle Tendenz zur ikonischen Beurteilungsaufgabe. Noch wichtiger war, dass die begriffliche Verarbeitung eine Aktivierung in Gehirnregionen beinhaltete, die sowohl mit linguistischen als auch mit perzeptuellen Prozessen assoziiert sind. Beim Vergleich der relativen Aktivierung linguistischer kortikaler Regionen mit perzeptuellen kortikalen Regionen waren die Effektstärken für linguistische kortikale Regionen zu Beginn eines Durchgangs größer als die für die perzeptuellen kortikalen Regionen, während im weiteren Verlauf des Durchgangs das Gegenteil der Fall war. Diese Ergebnisse decken sich mit Befunden aus anderer experimenteller Literatur und liefern weitere Belege dafür, dass die Verarbeitung von Begriffswörtern sowohl auf Sprachstatistiken als auch auf perzeptuellen Simulationen beruht, wobei linguistische Prozesse den perzeptuellen Simulationsprozessen vorausgehen.Klicken Sie hier für den vollständigen Bericht.

Max Louwerse und Sterling Hutchinson. Department of Psychology, Institute for Intelligent Systems, University of Memphis, Memphis, TN, USA.

Abstract

Es gibt immer mehr Belege aus Reaktionszeit-Experimenten, dass sowohl Sprachstatistiken als auch perzeptuelle Simulationen eine Rolle bei der begrifflichen Verarbeitung spielen. In einem EEG-Experiment haben wir die neuronale Aktivität in kortikalen Regionen verglichen, die üblicherweise mit linguistischer Verarbeitung und visueller perzeptueller Verarbeitung in Verbindung gebracht werden, um festzustellen, inwieweit symbolische und verkörperte (embodied) Ansätze der Kognition zutreffen. Die Teilnehmer wurden gebeten, die semantische Beziehung von Wortpaaren (z. B. Himmel – Erde) oder ihre ikonische Beziehung (d. h. ob die Präsentation des Paares ihrer erwarteten physischen Beziehung entsprach) zu bestimmen. Es zeigte sich eine linguistische Tendenz zur semantischen Beurteilungsaufgabe und eine perzeptuelle Tendenz zur ikonischen Beurteilungsaufgabe. Noch wichtiger war, dass die begriffliche Verarbeitung eine Aktivierung in Gehirnregionen beinhaltete, die sowohl mit linguistischen als auch mit perzeptuellen Prozessen assoziiert sind. Beim Vergleich der relativen Aktivierung linguistischer kortikaler Regionen mit perzeptuellen kortikalen Regionen waren die Effektstärken für linguistische kortikale Regionen zu Beginn eines Durchgangs größer als die für die perzeptuellen kortikalen Regionen, während im weiteren Verlauf des Durchgangs das Gegenteil der Fall war. Diese Ergebnisse decken sich mit Befunden aus anderer experimenteller Literatur und liefern weitere Belege dafür, dass die Verarbeitung von Begriffswörtern sowohl auf Sprachstatistiken als auch auf perzeptuellen Simulationen beruht, wobei linguistische Prozesse den perzeptuellen Simulationsprozessen vorausgehen.Klicken Sie hier für den vollständigen Bericht.

Max Louwerse und Sterling Hutchinson. Department of Psychology, Institute for Intelligent Systems, University of Memphis, Memphis, TN, USA.

Abstract

Es gibt immer mehr Belege aus Reaktionszeit-Experimenten, dass sowohl Sprachstatistiken als auch perzeptuelle Simulationen eine Rolle bei der begrifflichen Verarbeitung spielen. In einem EEG-Experiment haben wir die neuronale Aktivität in kortikalen Regionen verglichen, die üblicherweise mit linguistischer Verarbeitung und visueller perzeptueller Verarbeitung in Verbindung gebracht werden, um festzustellen, inwieweit symbolische und verkörperte (embodied) Ansätze der Kognition zutreffen. Die Teilnehmer wurden gebeten, die semantische Beziehung von Wortpaaren (z. B. Himmel – Erde) oder ihre ikonische Beziehung (d. h. ob die Präsentation des Paares ihrer erwarteten physischen Beziehung entsprach) zu bestimmen. Es zeigte sich eine linguistische Tendenz zur semantischen Beurteilungsaufgabe und eine perzeptuelle Tendenz zur ikonischen Beurteilungsaufgabe. Noch wichtiger war, dass die begriffliche Verarbeitung eine Aktivierung in Gehirnregionen beinhaltete, die sowohl mit linguistischen als auch mit perzeptuellen Prozessen assoziiert sind. Beim Vergleich der relativen Aktivierung linguistischer kortikaler Regionen mit perzeptuellen kortikalen Regionen waren die Effektstärken für linguistische kortikale Regionen zu Beginn eines Durchgangs größer als die für die perzeptuellen kortikalen Regionen, während im weiteren Verlauf des Durchgangs das Gegenteil der Fall war. Diese Ergebnisse decken sich mit Befunden aus anderer experimenteller Literatur und liefern weitere Belege dafür, dass die Verarbeitung von Begriffswörtern sowohl auf Sprachstatistiken als auch auf perzeptuellen Simulationen beruht, wobei linguistische Prozesse den perzeptuellen Simulationsprozessen vorausgehen.Klicken Sie hier für den vollständigen Bericht.